Arbeitnehmerüberlassung / Zeitarbeit

Im Spätsommer 2013 gab es eine Umfrage zum Thema Zeitarbeit. Getrieben durch den Bundestagswahlkampf war Zeitarbeit öfters im Rampenlicht als es der Branche wohl lieb war. Das - vorsichtig ausgedrückt – Halbwissen vieler Politiker in den Talkshows verzerrte die Wahrnehmung der breiten Öffentlichkeit zum Thema Zeitarbeit erheblich. So verwundert es nicht, dass rund ein Drittel der Befragten glaubten, dass mehr als ein Drittel der Beschäftigten in Deutschland in der Zeitarbeitsbranche arbeiten würden. Über 93 % der befragten Menschen, waren der Ansicht, dass mindestens 10 % in der Zeitarbeit ihr Arbeiterdasein fristen würden. Über 93 % der Befragten lagen daneben. Nur 2 % (rund 800.000 Menschen) der abhängig Beschäftigten arbeiten in der Zeitarbeit.

Auch die Entlohnung ist in der Zeitarbeit besser als viele glauben. Der Mindestlohn von 8,50 €, der 2015 kommen soll, ist schon längst in der Zeitarbeit Realität. Das Hans-Böckler-Institut hat Ende 2013 festgestellt, dass von rund 4700 tariflichen Entlohnungsgruppen sich rund 500 unter der Lohngrenze von 8,50 € bewegen. In Deutschland werden Anfang 2014 rund sechs Millionen Arbeitnehmer unter 8,50 € entlohnt.

In der öffentlichen Diskussion kommt ebenso zu kurz, dass der schlecht qualifizierte Zeitarbeiter für einfache Tätigkeiten den vorher genannten Mindestlohn erhält. Je nach Qualifikation kann der Stundenlohn deutlich höher liegen. So überrascht es nicht, dass überlassene Akademiker bei Stundenlöhnen von deutlich über 40 € gegen Abwerbeversuche von (Nichtzeitarbeits-)unternehmen immun sind.

Zeitarbeit ist kein „Teufelszeug“! Richtig eingesetzt bringt es unzählige Vorteile für den Arbeitgeber, der Stammbelegschaft und nicht zuletzt dem Zeitarbeiter.

Ja, es gibt viele schwarze Schafe in der Branche, aber der Kundenbetrieb hat genug Einfluss darauf, dass Zeitarbeit für alle von Vorteil ist. Wie, das zeige ich Ihnen gerne...